Die Tools4AgileTeams 2018 – Ein Erfahrungsbericht von Sinan Perin

Am 29. und 30. November fand in Wiesbaden die Tools4AgileTeams statt. Unser Managing Director Dr. Sinan Perin war vor Ort und hat einen spannenden Vortrag über „Meet the Advocatus Diaboli – Was agil nie können wird?“ gehalten. Lesen Sie hier seinen Erfahrungsbericht:

Zum nunmehr siebten Mal fand die Konferenz Tools4AgileTeams in der hessischen Landeshauptstadt Wiesbaden statt. Unter dem Motto: „Culture eats your agile scaling strategy for breakfast!?“, öffneten sich Ende November die Türen für viele erfahrene Praktiker aus den verschiedensten Umfeldern. Auf dem Programm stand unter anderem drei Key Notes und mehr als 20 Vorträge.

Die Vision der Tools4AgileTeams ist es, eine Plattform zum Austausch über Agilität in Unternehmen und in Teams zu schaffen. Die Themen der Konferenz reichten von den Herausforderungen der Tools, sowie der optimalen Nutzung in agilen Software-Teams bis hin zur Skalierung agiler Modelle und Prozesse. Auch die Einfügung von Agilität in der gesamten Organisation kam zur Sprache.

In diesem Rahmen hielt auch Sinan Perin seinen Vortrag mit dem Thema „Meet the Advocatus Diaboli – Was agil nie können wird?“. Inhalt seiner Working Session war eine Diskussion über fundamentale Barrieren großer (IT) Vorhaben im agilen Kontext. Die Herausforderungen könnten vielfältiger nicht sein, sie reichen von der Schwierigkeit komplizierte Prozesse zu verändern, über den hohen Grad fachlicher Abhängigkeiten, bis hin zur Ablösung von Legacy Systemen. In Folge dessen, sehen sich Unternehmen mit hoher Komplexität und Unsicherheit über zukünftige Entwicklungen konfrontiert.

Anschließend stellte sich in der Diskussion heraus, dass agiles Vorgehen gekoppelt mit einer übergeordneten Business-Zielsetzung wünschenswert ist, es in der Praxis jedoch noch nicht oft vorkommt. Der marenas Beratungsansatz, der unter anderem das Zusammenarbeitsmodell in der Kundensituation mit einer Auswahl geeigneter Methoden, Rollen und Prozesse definiert, um so schrittweise den Agilitätsgrad zu erhöhen, hat in vielen Diskussionen Anklang gefunden. Einig waren sich die Teilnehmer, dass Agilität der zentrale Erfolgsfaktor für komplexe Herausforderungen ist. Aber nur vollständige agile Vorgehensmodelle von der Definition einer Vision über die strikte Priorisierung nach Business Nutzen bis zur vollständigen Transformation hin zum agilen Mind Set ausreichend geeignet sind. Zu simple Ansätze versagen genau so wie die überkommenen Wasserfall-Modelle.

Im Anschluss an die Workshops des ersten Tages, gab es für Nachtschwärmer noch eine Kneipentour durch Wiesbaden. Hierbei konnten sich die Teilnehmer in gemütlicher Atmosphäre zu den neu gewonnen Eindrücken auszutauschen.